Die Misere hat System: Kapitalismus


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Die Gruppen gegen Kapital und Nation stellen ihr Buch zur Kritik des kapitalistischen Systems vor.

Am Buchtitel kann man schon merken: Wir halten nichts von Kapitalismus.Damit stehen wir nicht allein. Schließlich hat der Begriff Kapitalismus zumindest in Deutschland selbst in den Tageszeitungen einen schlechten Beigeschmack und es wird lieber von „sozialer Marktwirtschaft“

gesprochen. Und nicht nur Linke haben was gegen Kapitalismus, sondern immer wieder finden sich auch bei Nazis Gruppierungen, die sich in Abgrenzung zum Kapitalismus einen nationalen Sozialismus auf die Fahnen geschrieben haben.

Unsere Kritik am Kapitalismus lässt sich wie folgt zusammenfassen: Der Kapitalismus ist ein Wirtschaftssystem, das der Bedürfnisbefriedigung sehr vieler Leute entgegensteht. Das materielle und auch viel psychisches Leid in dieser Gesellschaft ist kein „Fehler“ und auch kein „Versagen“ des Systems oder einzelner Akteur_innen, sondern notwendige Folge, warum und wie gewirtschaftet wird. Mit dieser Kritik stehen wir leider ziemlich allein.

Wir unterstellen die Leser_innen nicht als Kapitalismuskritiker_innen oder Linke, sondern geben uns Mühe, verständliche Begründungen anzugeben, warum man eine solche werden sollte. Darüber, dass Fremdwörter vermieden oder erklärt werden, sollte man aber nicht darüber hinweg lesen, dass in dem Buch direkt wie indirekt zahlreiche Kritiken an bestehenden linken Kapitalismuskritiken enthalten sind.

Mit dem Verhältnis von Staat und Ökonomie beschäftigen wir uns im achten Kapitel unseres Buches („Na, dir werd ich helfen: Sozialstaat“). Manche Linke bemerken, dass die Unterordnung der Produktion unter den Profit etwas mit der Armut der Massen zu tun hat. Allerdings kommen Viele dabei dann auf den Staat als rettende Instanz. Die Linkspartei macht beispielsweise Werbung dafür, dass eine Marktwirtschaft unter ihrer Regie ganz andere Resultate hervorbringen würde als unter der Regierung anderer Parteien. Tatsächlich aber ist es falsch, auf den Staat zu hoffen, weil er es ist, der diese Verhältnisse einrichtet, betreut und nach Möglichkeit verbessert – für das Wirtschaftswachstum, nicht für die Menschen.

Nach einer kurzen Vorstellung des gesamten Buches, lesen wir aus dem Sozialstaats-Kapitel und bieten Raum zur Diskussion.

Das Buch wird übrigens im Selbstverlag herausgegeben. Man kann es unter www.gegner.in PDF oder E-book-Format umsonst downloaden oder das Buch gegen Spende (Preisvorschlag 2,50€) bestellen.