Schneewittchens Krise der sozialen Reproduktion


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Die Herausgeber*innen der Bücher „Schneewittchen rechnet ab“ und „Die Krise der sozialen Reproduktion“ kommen miteinander ins Gespräch über queer-feministische Ökonomien und Ökonomiekritik. Sie präsentieren die theoretischen Ansätze ihrer Bücher, wie internationale feministische Ökonomie oder das Zusammengehen von Kapitalismuskritik und Feminismus, und tauschen sich über widerständige Praktiken und gesellschaftliche Utopien aus.

Christine Rudolf/Doreen Heide/Julia Lemmle/Julia Roßhart/Andrea Vetter (Hrsg.): Schneewittchen rechnet ab. – Feministische Ökonomie für anderes Leben, Arbeiten und Produzieren. Ein Werkstattbuch aus der Attac-Gender AG (VSA: Verlag)

Leben, Arbeiten und Produzieren können bei der Entwicklung einer Zukunftsperspektive nicht getrennt voneinander behandelt werden. Dieses Werkstattbuch verknüpft Perspektiven aus Wissenschaft, Kunst und Bewegungspraxis und versammelt konkrete Projekte gelebter Solidarität, Texte zur Weiterentwicklung (queer)feministischer Wirtschafts- und Finanzpolitik und künstlerische Auseinandersetzungen. Dadurch einsteht ein Stück feministischer Utopie.

Das Werkstattbuch »Schneewittchen rechnet ab« soll zum Lesen, Genießen und Weiterdenken anregen und Mut machen, andere Lebensweisen zu erproben.

trouble everyday collective: Die Krise der sozialen Reproduktion. Kritik, Perspektiven, Strategien und Utopien (Unrast Verlag)

Wenn es um ›die Krise‹ geht, ist in der öffentlichen Auseinandersetzung meist nur die Krise von Banken und bankrotten Staaten gemeint. Doch nicht nur die sind in der Krise, wie ein Blick auf die Prekarisierung von Existenzen, Pflegenotstand, Wohnungsnot und ähnlichem zeigt. Um diese Phänomene aus den Widersprüchen zwischen Anforderungen im Bereich der Reproduktion und kapitalistischen Interessen, die an maximalen Profiten orientiert sind, zu beschreiben, haben FeministInnen die These der ›Krise der sozialen Reproduktion‹ entwickelt. Diese betont die Permanenz von Krise.

Drei Zugänge bringen das Thema näher: Ein theoretischer Zugang, der unterschiedliche (marxistische und feministische) Krisenbegriffe bzw. feministische Kritiken an klassischen marxistischen Analysen diskutiert. Zweitens ein historischer Zugang, der beschreibt, wie Reproduktion historisch unterschiedlich organisiert wurde und wird. Drittens werden aktuelle feministische Debatten um Reproduktionsarbeit und Care vorgestellt. Ein Schwerpunkt sind dabei Kämpfe, Utopien und Strategien wie Commons, Streik, Care-Revolution, die sich zum Ziel setzen, Alternativen zur kapitalistischen Organisation zu finden und durchzusetzen, die nicht am Profit, sondern an Bedürfnissen orientiert sind.