Entfällt leider! Weisse Wölfe. Eine grafische Reportage über den rechten Untergrund


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Aus persönlichen Gründen muss die Buchvorstellung mit David Schraven leider entfallen.

Im Jahr 2000 erschoss ein 31-jähriger Neonazi bei einer Verkehrskontrolle drei Polizisten in Dortmund. Nicht weit entfernt wurde der Mörder kurze Zeit später tot aufgefunden. In der rechtsradikalen Szene Dortmunds tauchten anschließend Flugblätter auf. Darauf stand: „3:1 für Deutschland.“

Ende März 2006 gab es einen Brandanschlag auf ein türkisches Bildungszentrum. Der Anschlag wurde nie aufgeklärt. Das Zentrum stand auf der Anschlagsliste des NSU, die Jahre später in den Trümmern der Zwickauer Wohnung des rechtsradikalen Terrortrios Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe, gefunden wurde. Das Zentrum hatten die Terroristen des „Nationalsozialistischen Untergrund“ (NSU) mit einem Stern markiert.

Wenige Tage nach dem Anschlag auf das Bildungszentrum überfielen Neonazis eine Demonstration, auf der an den Punker Thomas “Schmuddel” Schulz erinnert wurde. Thomas Schulz war von einem Neonazi in der Dortmunder S-Bahn erstochen worden.

Am 4. April 2006 dann ermordeten die NSU-Täter Mundlos und Böhnhardt den Kioskbesitzer Mehmet Kubasik in der Nähe eines bekannten Dortmunder Neonazi-Treffpunktes. Ein mit den Ermittlungen betrauter Verfassungsschützer wertete die Tat als Versuch des NSU, ein Terrorfanal in der Dortmunder Neonazi-Szene zu setzen.

Ich habe mich gefragt, für wen sollte dieses Fanal sein. Warum fahren Nazis aus Thüringen nach Dortmund um einen Türken zu töten.

Die Suche nach einer Antwort auf diese Frage hat Jahre gedauert. Heute bin ich sicher, es gibt viele Gruppen wie den NSU. Vielleicht nicht so tödlich. Aber genauso zur Gewalt bereit.

In der grafischen Reportage „Weisse Wölfe“ zeichne ich gemeinsam mit Jan Feindt ihren Weg nach. Wir folgen einem Jugendlichen, der immer tiefer in eine Welt aus Hass und Rassenwahn abtaucht.

http://weisse-woelfe-comic.de