16. Linke Buchtage Berlin: 01. – 03. Juni 2018

Bald ist es wieder soweit: Die 16. Linken Buchtage Berlin nahen. Vom 01. bis 03. Juni 2018 sind wir wieder mit vielen Veranstaltungen, etlichen Büchern und sicherlich spannenden Diskussionen am Start. Wie immer im Mehringhof. Wir freuen uns schon jetzt.

Das Programm steht schon fast – demnächst folgen hier die ersten Ankündigungen.

Und wer nicht bis Juni warten mag, unsere Auftaktveranstaltungen stehen schon:

 

Dienstag, den 15. Mai 2018

  • 20:00 Uhr im B-Lage

    Ralf Höller: Das Wintermärchen

    München, 7. November 1918: Die bayerische SPD hat zu einer Demonstration auf der Theresienwiese aufgerufen. Als sie zu Ende ist, geht der gemäßigte Teil brav nach Hause. Die anderen ziehen in die Stadt. Immer mehr Menschen schließen sich ihnen an. Die Kasernen öffnen die Tore, Soldaten laufen zu den Demonstranten über. Polizeipräsidium, Post, Telegrafenamt, Parlament und Redaktionen werden besetzt. Am nächsten Morgen erfahren die Münchner aus der Zeitung von ihrer Revolution. Sie währt 175 Tage und nimmt immer bizarrere Formen an. Es kommt zum Bürgerkrieg, aus Berlin gesandte Truppen marschieren in Bayern ein. Mehr als tausend Tote bleiben zurück.

 
Dienstag, den 22. Mai 2018

  • 20:00 Uhr im K-Fetisch

    Radikale Erschütterungen. Körper- und Gender im neuen Horrorfilm

    Frauen im Horrorfilm sind entweder Opfer oder erhalten die berühmte Rolle des »Final Girls« – der letzten Überlebenden, die den Serienkiller meist zur Strecke bringt –, und fast immer werden sie stark sexualisiert dargestellt. Nicht so im modernen französischen Genrekino. Die französischen Terrorfilme der letzten 15 Jahre fallen nicht nur wegen der drastischen und realistischen Darstellung von Gewalt auf (»neue französische Härte«). Sie haben auch Frauenfiguren hervorgebracht, die es bisher in dem Genre noch nicht gab. Es scheint, als seien autonome und selbstreflexive Frauen die neue Quelle des Horrors.


 
Mittwoch, den 23. Mai 2018
  • 20:00 Uhr im aquarium

    Thomas Schmidinger: Kampf um den Berg der Kurden

    Seit dem 20. Jänner 2018 führt die Türkei Krieg gegen die in Syrien gelegene kurdische Region Afrin. Von 2012 bis 2018 hatte der „Berg der Kurden“, wie diese Landschaft seit Jahrhunderten genannt wird, eigentlich zu den ruhigsten in Syrien gezählt. Der Abzug der syrischen Armee ermöglichte es den Kurden eine Selbstverwaltung zu etablieren, die nun durch das türkische Vorgehen vernichtet wird. Die Bevölkerung flieht und der autoritäre türkische Präsident Erdogan hält mit seinen Plänen zur ethnischen Säuberung der Region nicht hinter dem Berg. Thomas Schmidinger, der als einer der wenigen Europäer den autonomen Kanton Afrin selbst besucht hat, schildert in diesem Buch die Geschichte und Gegenwart der Region Afrin, ein Buch das zum Nachruf auf den „Berg der Kurden“ zu werden droht.


Die Linken Buchtage Berlin bieten jährlich ein Forum für politische Diskussionen, gesellschaftliche Debatten, nettes Beisammensein, konstruktive Kritik und vielfältige Vernetzung. Und selbstverständich gibt es stapelweise Bücher von diversen Verlagen – Angebote zum Zuhören und Mitdiskutieren, zum Kaufen und mit nach Hause nehmen gibt es also reichlich.

Die Verlagsstände sind geöffnet:

Freitag: 17–22 Uhr

Samstag: 11–22 Uhr

Sonntag: 11–18 Uhr

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Das Programm demnächst hier.