Palästinensische Kindheit und Jugend. Aufwachsen in Konstellationen von Ausgrenzung und Gewalt & Deplatziert. Arabisch-jüdische Kindheit und Jugend in Israel
Wir laden Euch zu einer Doppellesung über Kindheit und Jugend in Palästina und Israel ein:
Das erste Buch handelt von jungen Menschen palästinensischer Herkunft, die in Palästina und Israel leben oder deren Eltern und Großeltern dort gelebt haben. Sie haben Diskriminierung und Gewalt in vielen Varianten erfahren, von rassistischer Ausgrenzung und Benachteiligung, Flucht und Vertreibung, Aufwachsen in Flüchtlingslagern, militärischer Unterdrückung bis zur physischen Vernichtung. Das Buch macht die erlebte Geschichte dieser jungen Menschen sichtbar und zeigt, wie sie sich wehren und zu befreien versuchen. Es greift auf Studien israelischer und palästinensischer Historiker und Historikerinnen, Menschenrechtsaktivisten und -aktivistinnen zurück und rekonstruiert anhand lebensgeschichtlicher Interviews Kindheits- und Jugenderinnerungen.
Mehr Infos: https://www.dampfboot-verlag.de/de/buecher/palaestinensische-kindheit-und-jugend
Das zweite Buch wendet sich einem Thema zu, das bisher außerhalb Israels kaum Beachtung gefunden hat: die Kindheit und Jugend von Menschen jüdischen Glaubens, deren Vorfahren aus arabischen und muslimisch geprägten Ländern stammen. Die teils autobiografischen, teils ethnografischen Beiträge des Buches beziehen sich auf Kinder und Jugendliche, die Nachkommen dieser Einwander*innen sind. Sie zeigen, wie diese in Israel unter Gewalt, Diskriminierung und Benachteiligung leiden, sich mit den ihnen zugeschriebenen Identitäten auseinandersetzen und zu eigenen Identitäten und Ausdrucksformen gelangen, in der Geschichte ebenso wie in der Gegenwart.
Mehr Infos: https://unrast-verlag.de/produkt/deplatziert/
Beide Bücher verstehen sich als Beitrag zu einer gerechten und friedlichen Lösung des Nahost-Konflikts und wollen insbesondere im deutschen Sprachraum hierzu eine vorurteilsfreie, offene Debatte anregen.
Im Gespräch mit Börries Nehe vorgestellt von Manfred Liebel, Professor a.D. für Soziologie an der Technischen Universität Berlin und Honorarprofessor für interkulturelle Kindheits- und Kinderrechtsforschung an der Fachhochschule Potsdam. Börries Nehe koordiniert das Internationale Wissenschaftskolleg zu Autoritarismus und Gegenstrategien an der Universität Potsdam.