Palästinensische Kindheit und Jugend. Aufwachsen in Konstellationen von Ausgrenzung und Gewalt
Das Buch handelt von jungen Menschen palästinensischer Herkunft, die in Palästina und Israel leben oder deren Eltern und Großeltern dort gelebt haben. Sie haben Diskriminierung und Gewalt in vielen Varianten erfahren, von rassistischer Ausgrenzung und Benachteiligung, Flucht und Vertreibung, Aufwachsen in Flüchtlingslagern, militärischer Unterdrückung bis zur physischen Vernichtung. Das Buch macht die erlebte Geschichte dieser jungen Menschen sichtbar und zeigt, wie sie sich wehren und zu befreien versuchen. Es greift auf Studien israelischer und palästinensischer Historiker und Historikerinnen, Menschenrechtsaktivisten und -aktivistinnen zurück und rekonstruiert anhand lebensgeschichtlicher Interviews Kindheits- und Jugenderinnerungen. Das Buch zeigt, wie eine kritische und engagierte Kindheits- und Jugendforschung zum besseren Verständnis einer hierzulande wenig bekannten Kindheit und Jugend beitragen kann. Damit verbindet sich die Hoffnung, zur Konfliktlösung, zu Gerechtigkeit und einem friedlichen Zusammenleben in der Region beizutragen und eine Debatte dazu zu eröffnen.
Gelesen und diskutiert von Manfred Liebel, Professor a.D. für Soziologie an der Technischen Universität Berlin, Honorarprofessor für interkulturelle Kindheits- und Kinderrechtsforschung an der Fachhochschule Potsdam sowie Gründer des weiterbildenden Masterstudiengangs „Childhood Studies and Children’s Rights“ an der Freien Universität Berlin und Schirmherr des gleichnamigen Studiengangs an der Fachhochschule Potsdam.