Treffpunkt im Unendlichen. Fredric Kroll. Ein Leben für Klaus Mann


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  • Ort: SFE 1

Buchvorstellung mit Detlef Grumbach

Klaus Mann war fast vergessen, als Fredric Kroll Anfang der 1970er Jahre die Herausgeberschaft der „Klaus-Mann-Schriftenreihe“ übernahm. Zu Beginn ahnte wohl niemand, dass dieses biografische Projekt auf über 3.000 Seiten anwachsen und mehr als 30 Jahre in Anspruch nehmen würde. Wegbegleiter wie Klaus Täubert, Klaus-Mann-Forscher wie Uwe Naumann und Veit Schmidinger sowie die Erika-Mann-Biografin Irmela von der Lühe würdigen diese beispiellose Arbeit; Freunde und „Nachfolger“ berichten von Begegnungen mit Fredric Kroll.

Last not least enthält der Band drei Erstveröffentlichungen aus dem Nachlass Klaus Manns: „Der Kaplan“ (1945)“Windy Night, Rainy Morrow“ (1946) und „The Last Day“ (1949). Eine interessante Archäologie der Klaus-Mann-Rezeption in Deutschland, eine aufregende Entdeckung der letzten Projekte Klaus Manns.

Fredric Kroll (Foto) wurde im Februar 1945 in New York geboren. Der Komponist und Germanist studierte an der Universität in Rochester (N.Y.) und an der Yale University in New Haven (Connecticut). 1969 kam er in die Bundesrepublik Deutschland, 1973 promovierte er über “ Klaus Mann und die Synthese von Moral und Schönheit“.

Seit 1976 ist er der Herausgeber der „Klaus-Mann-Schriftenreihe“ und auf unterschiedlichste Weise an zahlreichen Editionen der Werke von Klaus Mann beteiligt. Außerdem trat mit etlichen Kompositionen in Erscheinung. Seine Oper „The Scarlett Letter“ wurde im Mai 2014 in Hamburg uraufgeführt.

Die vorliegende „Archäologie“ der „Klaus-Mann-Schriftenreihe“ blickt zurück auf die Entstehung dieser fulminanten Mischung aus Biografie und Werkanalyse, Zeitzeugenbefragungen und zeitgeschichtlichen Betrachtungen. Sie zieht Bilanz und versucht, sich der Persönlichkeit ihres einzigartigen Herausgebers anzunähern.

Die AutorInnen dieses Bands:

Joachim Bartholomae, Stefan Blahak, Fabian Dobler, Detlef Grumbach, Dirk Heißerer, Inge Jens, Christian Klein, Irmela von der Lühe, Klaus Mann, Uwe Naumann, Anatol Regnier, Henry George Richter-Hallgarten, Veit Johannes Schmidinger, Klaus Täubert, Stefan M. Weber.